Bis zum nächsten Jahr könnten wöchentlich Gravitationswellen entdeckt werden

Die Wissenschaftler am Laserinterferometer-Gravitationswellenobservatorium (LIGO), die im vergangenen Jahr die Nachricht verbreiteten, die erste Gruppe zu sein, die Gravitationswellen erfolgreich detektierte, haben gerade eine Ankündigung gemacht: Sie haben Gravitationswellen detektiert. Nochmal.

Die Entdeckung ist die vierte Entdeckung, die das Labor in Verbindung mit dem neuen europäischen Gravitationswellenobservatorium VIRGO gemacht hat. Diese besondere Entdeckung mag nicht bemerkenswert erscheinen, zeigt jedoch eine unglaubliche Tatsache: Diese Entdeckungen werden bald zur Routine.

LIGO wurde erstmals im Jahr 2002 eingeschaltet und hat 15 Jahre lang versucht, Bewegungen durch Gravitationswellen zu erkennen. Diese Wellen sind Wellen in der Raum-Zeit-Struktur, die entstehen, wenn zwei massive Objekte wie Schwarze Löcher zusammenstoßen. Die Wellen in der Raum-Zeit, die sie produzieren, sind unglaublich klein - nur ein Bruchteil der Breite eines Atoms -, was es unglaublich schwierig macht, sie zu entdecken.

Seit dem Upgrade von LIGO im Jahr 2016 können Gravitationswellen alle paar Monate erkannt werden. Und jetzt, da das VIRGO-Observatorium online ist, ist es noch einfacher, diese Erkennungen zusammen mit beiden Observatorien durchzuführen. Laut einem LIGO-Sprecher "können wir beim nächsten Beobachtungslauf, der für Herbst 2018 geplant ist, mit solchen Erkennungen wöchentlich oder sogar noch häufiger rechnen."

Während wöchentliche Entdeckungen jedes neue Gravitationswellenereignis zu einem milden Ereignis machen können, sind diese Entdeckungen für Wissenschaftler von entscheidender Bedeutung. Mit der enormen Menge an Gravitationswellendaten, die ab dem nächsten Jahr verfügbar sein werden, können Astrophysiker mehr über die physikalischen Gesetze erfahren, die unser Universum regieren. Das Aufspüren von Gravitationswellen könnte zu einem häufigen Ereignis werden, doch die Wissenschaft, die diese Messungen ermöglichen, könnte wichtiger denn je sein.